Wie schon so oft in den Medien berichtet wurde, schossen die Immobilienpreise in den letzten Jahren immer weiter in die H√∂he. Immobilien stellen aufgrund der hohen Nachfrage und der g√ľnstigen Zinsen eine attraktive Anlagem√∂glichkeit f√ľr Investoren dar. Nicht nur in Metropolen wie Berlin oder M√ľnchen steigen die Immobilienpreise immer weiter, auch in kleineren St√§dten und l√§ndlichen Gebieten sind die Immobilienpreise regelrecht explodiert. Auch die Coronapandemie konnte dem nicht entgegenwirken.
Nachfolgend möchte ich Ihnen eine Zusammenfassung geben, wie die aktuelle Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland aussieht und wie sich diese in den nächsten Jahren entwickeln könnten.

 


Gliederung

Dieser Beitrag ist Teil einer Artikelreihe


 

Die Wirtschaftsleistung ist durch die Coronapandemie zur√ľckgegangen, was jedoch keine Auswirkungen auf den Aufw√§rtstrend der Immobilienpreise hatte. Die Immobilienpreise in Deutschland waren im 2. Quartal 2021 durchschnittlich 12 % h√∂her als im gleichen Zeitraum im Jahr zuvor.

Um bis zu 14,5 % stiegen die Preise in den Großstädten, um bis zu 15,5 % bei Ein- und Zweifamilienhäusern im ländlichen Gebiet.
Gr√ľnde f√ľr den starken Anstieg in l√§ndlichen, leicht besiedelten Gegenden lassen sich auf die Coronapandemie zur√ľckf√ľhren und die vermehrten M√∂glichkeiten im Home-Office zu arbeiten.

Neben dem Kauf einer Immobilie ist auch der Neubau in den letzten Jahren vermehrt teurer geworden. Der Baupreis einer Immobilie betrug im August 2021 durchschnittlich 12,6 % mehr als noch im August 2020, so das Statistische Bundesamt.

Als Gr√ľnde k√∂nnen hier die gestiegenen Materialpreise und Lieferengp√§sse genannt werden. Hinzu kommt, dass auch der Preis von Bauland immer teurer wird. Pro Quadratmeter zahlen Sie derzeit durchschnittlich 378 ‚ā¨. Das ist so teuer wie noch nie. In den Top-Lagen der Gro√üst√§dte kann der Quadratmeter schnell einmal mehrere tausend Euro betragen.

Blicken wir aber einmal zur√ľck in die Vergangenheit, dann ist bereits zwischen 2010 und 2020 ein deutlicher Trend bez√ľglich der Preisentwicklung erkennbar gewesen:
Grundst√ľckspreise: + 102 %
Neubau einer Immobilie: + 29 %
Kauf eines Ein- oder Zweifamilienhauses: + 65 %

 

Was sind Einflussfaktoren f√ľr die Immobilienpreisentwicklung?

Es gibt ein paar Faktoren, die die Entwicklung des Preises eines Gebäudes entsprechend beeinflussen. Somit unterliegen nicht alle Immobilien der gleichen Preisentwicklung.

Der wichtigste Faktor ist die Lage der Immobilie.
Eine gute Verkehrsanbindung, eine geringe Lärmbelästigung, eine gute Infrastruktur in der Region, ausreichende Parkmöglichkeiten sowie vorhandene Freizeitangebote machen eine Immobilie attraktiv und erhöhen die Nachfrage und folglich auch den Preis.

Folgende Faktoren beeinflussen ebenfalls die Immobilienpreisentwicklung

  • Gr√∂√üe des Grundst√ľcks
  • Gr√∂√üe der Wohnfl√§che
  • Baujahr der Immobilie
  • Zustand der Immobilie

Der Preis der Immobilie wird weiter steigen, wenn sich die Immobilie in einer sehr guten Lage befindet und au√üerdem √ľber eine gro√üe Grundst√ľck- bzw. Wohnfl√§che verf√ľgt. Eine kleine Wohnung in schlechtem Zustand und einer mittelm√§√üigen Lage hingegen wird an Wert nichts gewinnen.

Folgende Aspekte sind weiterhin daf√ľr ma√ügebend, ob eine Immobilie an Wert gewinnt:

  • Zukunft der Bev√∂lkerung: Je mehr Einwohner eine Stadt hat, um so h√∂her ist die Nachfrage an Immobilien. Der Trend geht immer mehr zu 1-2 Personenhaushalten und weg von Gro√üfamilien in einer Immobilie. Beides f√∂rdert die immer zunehmende Knappheit an Immobilien und f√ľhrt damit zur Preissteigerung.
  • H√∂he des Einkommens: Je mehr Geld Menschen verdienen, umso h√∂her ist ihre Investitionsbereitschaft, wodurch sie mehr bereit dazu sind h√∂here Preise zu bezahlen.
  • H√∂he der Bauzinsen: Geld kann man sich aktuell zu sehr niedrigen Zinsen von der Bank leihen. Ein Kredit ist jedoch weniger attraktiv, sobald die Bauzinsen in Zukunft erh√∂ht werden sollten.

 

Die Prognose: Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in den nächsten Jahren?

Wer derzeit eine Wohnung oder ein Haus kaufen möchte, ist selbstverständlich verunsichert und stellt sich berechtigterweise die Frage, wie sich die Preise in den nächsten Jahren entwickeln werden.

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Soll ich jetzt in eine Immobilie investieren oder lieber warten?

Die meisten Analysen und Prognosen rechnen bis ins Jahr 2030 mit weiterhin steigende Immobilienpreisen in Deutschland. In Gro√üst√§dten wie Hamburg, Berlin, M√ľnchen, Frankfurt, Stuttgart, D√ľsseldorf und K√∂ln wird die Nachfrage immer sehr hoch sein, weswegen hier auch nach 2030 die Preise weiterhin steigen werden.

Die Prognosen bez√ľglich der Preisentwicklung in den l√§ndlichen und Randgebieten fallen unterschiedlich aus.
Einige rechnen mit einer weiter ansteigenden Preiskurve, Deutsche Banken wiederum sprechen von einem möglichen Ende des Anstiegs der Immobilienpreise bereits im Jahr 2024.
Die Coronapandemie hat gezeigt, dass es viele Menschen wieder aufs Land oder in Speckg√ľrtellagen zieht. Die vermehrte M√∂glichkeit des Home-Office macht den Wohnort zweitrangig. Beides k√∂nnte dazu f√ľhren, dass auch kleinere St√§dte als auch l√§ndliche Regionen mit steigenden Immobilienpreisen rechnen m√ľssen.
Die durchschnittliche Prognose der Preisentwicklung f√ľr die kommenden 10 Jahre betr√§gt ca. 2-3 % pro Jahr.

 

Die Immobilienblase in Deutschland

Viele Personen vermuten aufgrund der stark steigenden Preis der Immobilien, dass sich eine Immobilienblase in Deutschland bilden könnte.
Wenn zu hohe Preise von K√§ufern akzeptiert werden, die den echten Wert des Grundst√ľcks oder der Immobilie √ľbersteigen, spricht man von einer Immobilienblase. Wenn diese platzt, verlieren die √ľberbewerteten Objekte in der Konsequenz an Wert.

Zahlreiche Stimmen behaupten, dass viele Immobilien in St√§dten wie Berlin, Hamburg oder M√ľnchen √ľberbewertet sind und es somit in den n√§chsten Jahren zu einer Preiskorrektur kommen k√∂nnte bzw. auch m√ľsste.

Es gibt aber auch die Gegenseite, die eine Immobilienblase in den n√§chsten Jahren f√ľr unwahrscheinlich h√§lt.
Leider kann man die Frage nach einer Immobilienblase, ob es diese wirklich gibt und wenn ja, ob diese in den nächsten Jahren platzen wird, pauschal nicht beantworten. Daher gilt, auf jeden Fall die Augen offenzuhalten, um keine unschönen Überraschungen zu erleben.

 

Zusammenfassung

Die Immobilienpreise sind in den letzten beiden Jahren stark gestiegen und werden auch in der zweiten Hälfte von 2022 weiter nach oben gehen. Der Wertzuwachs wird aber wahrscheinlich nicht so hoch ausfallen, wie in den Jahren zuvor.

Auch in den n√§chsten Jahren wird die Nachfrage in Gro√üst√§dten nicht abrei√üen und die Immobilienpreise deshalb auch stetig steigen. Selbiges gilt f√ľr l√§ndliche Gebiete und in kleineren St√§dten. Es gibt zwar einige Experten, die einen schw√§cheren Zuwachs oder gar R√ľckgang voraussagen, die Mehrheit rechnet aber mit einer Steigerung des Immobilienpreises von 2-3% pro Jahr f√ľr die n√§chsten 10 Jahre.

Ob eine Immobilienblase in Deutschland wirklich existiert, ist fraglich. Manche Experten erkennen klar eine Blasenbildung, Andere wiederum sehen f√ľr die n√§chsten Jahre keine Gefahr einer Immobilienblase. Es ist jedoch klar, dass sich die Menschen die geforderten Preise nicht mehr leisten k√∂nnen, wenn die Preise weiter steigen. Dann wiederum werden die Preise wieder sinken.

 

Mein Fazit

Meiner Meinung nach werden sich die Immobilienpreise auch in dem nächsten Jahr weiter nach oben entwickeln und eine zwischenzeitliche Stagnation bei den Preisen schadet sicherlich nicht. Wichtig ist der Anlagehorizont und der ist bei der Immobilie als Kapitalanlage i.d.R. länger als 10 Jahre und ich glaube schon, dass die Immobilienpreise in guten Lagen in 10 Jahren höher sein werden als heute.

Daher wird sich vor allem in den Großstädten in den nächsten 10 bis 20 Jahren nichts ändern, da die Nachfrage an Immobilien gleich bleiben wird. Die Preisänderungen werden aber wahrscheinlich nicht so stark ausfallen, wie in den letzten beiden Jahren.

Viele Menschen sind einfach von einer Investition in eine Immobilie √ľberzeugt und gerade die verm√∂genden Menschen, die keine Finanzierung brauchen und die nicht von den gestiegenen Darlehenszinsen abh√§ngig sind.

Die Zeit wird zeigen, wie sich die tatsächlichen Preise entwickeln werden.
Wichtig bei einem m√∂glichen Kauf ist, auf den Preis im Marktvergleich zu achten und gen√ľgend Eigenkapital mitzubringen und einen stabilen und fundierten Finanzierungsplan zu haben.

Hierbei stehe ich Ihnen wie immer sehr gerne beratend zur Verf√ľgung.

 

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