Warum eine regelmäßige Vertragsprüfung so wichtig ist

Im Laufe der Zeit wandeln sich Lebensumstände, Bauweisen und Umweltbedingungen. Eine Wohngebäudeversicherung, die vor 15 Jahren abgeschlossen wurde, ist deshalb nicht automatisch noch zeitgemäß. Besonders bei älteren Verträgen fehlt häufig der Schutz gegen Naturgefahren wie Überschwemmung oder Starkregen.

Doch genau diese Ereignisse treten zunehmend häufiger und vielerorts auf, unabhängig davon, ob das Haus an einem Fluss liegt oder nicht. Schon ein einziger Starkregen kann Keller und Erdgeschoss überfluten und Schäden in fünfstelliger Höhe verursachen.

Trotzdem ist laut aktuellen Erhebungen fast jedes zweite Wohngebäude in Deutschland nicht gegen Elementarschäden versichert. Und nur die wenigsten Hausbesitzer könnten im Schadensfall den Wiederaufbau aus eigener Tasche finanzieren. Eine aktuelle und umfassende Police ist daher mehr als nur sinnvoll, sie ist sogar existenziell.

 

Wichtiger Zusatz: Die Elementarschadenversicherung 

Der Schutz vor Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen, Erdrutsch oder Lawinen erfolgt über die Elementarschadenversicherung – entweder als Zusatzbaustein zur bestehenden Wohngebäudeversicherung oder als integrierter Bestandteil moderner Tarife.

Wichtig: Wartezeiten beachten.
Wer sein Eigentum zu Beginn der Starkregensaison im Frühjahr absichern möchte, sollte nicht zu lange warten. Denn: Bei neu abgeschlossenen Elementarschadenversicherungen gilt meist eine Wartezeit von mehreren Wochen, bevor der Versicherungsschutz greift.

Das ist kein Nachteil, sondern eine Vorsichtsmaßnahme: Versicherungen schützen so die Solidargemeinschaft vor Missbrauch. In anderen Worten also davor, dass Verträge erst kurz vor erwarteten Unwettern abgeschlossen werden.

 

How to: Moderne Risiken richtig absichern

Neben Naturgefahren gibt es weitere Punkte, die in älteren Verträgen oft fehlen oder zu gering abgesichert sind. Dazu gehören:

  • Grobe Fahrlässigkeit: Moderne Tarife schließen Schäden ein, die versehentlich oder leichtsinnig verursacht wurden, etwa, wenn eine Pfanne mit heißem Fett auf dem Herd vergessen oder eine Kerze unbeaufsichtigt gelassen wird. Fehlt dieser Zusatz, kann der Versicherer seine Leistung kürzen oder ganz verweigern.
  • Photovoltaikanlagen: Solaranlagen sollten ausdrücklich im Versicherungsvertrag eingeschlossen sein. Neben Brandgefahr lassen sich auch Risiken wie Diebstahl, Hagelschlag oder Glasbruch absichern.
  • Nebenkosten nach Schäden: In älteren Policen sind die Entschädigungsgrenzen für Abbruch-, Aufräum- und Dekontaminationskosten häufig zu niedrig. Moderne Verträge übernehmen diese Kosten in voller Höhe bis zur Versicherungssumme.
  • Überspannungsschäden: Schäden durch Blitzeinschläge oder Spannungsspitzen – etwa an Heizungssteuerungen oder Smart-Home-Systemen – sollten ausdrücklich inkludiert sein.
  • Ersatzunterkunft und Mietausfall: Wird das Haus nach einem Schaden unbewohnbar, kann eine Hotelunterbringung oder die Kompensation von Mietausfällen mitversichert werden.  Ein wichtiger Punkt, insbesondere für Eigentümer vermieteter Objekte.

 

Wenn eine Anpassung oder Kündigung nötig wird 

Wer seine Wohngebäudeversicherung überprüfen oder anpassen möchte, sollte das am besten gemeinsam mit einem unabhängigen Versicherungsexperten tun. Als Versicherungsmakler und Immobilienexperten vereinen wir beide Expertisen und prüfen für Sie, ob Ihr bestehender Vertrag noch zeitgemäß ist, welche Leistungen fehlen und ob ein Wechsel wirtschaftlich sinnvoll wäre. Oft lässt sich der Versicherungsschutz innerhalb des bestehenden Vertrags unkompliziert erweitern, ganz ohne sofortige Kündigung.

Sollte dennoch ein Anbieterwechsel in Betracht kommen, gilt in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres. Wenn Ihre Immobilie über ein laufendes Darlehen finanziert ist, muss die zuständige Bank einer Vertragsänderung zustimmen. Auch in diesem Fall begleiten wir Sie zuverlässig von der Angebotsvorbereitung bis zur Abstimmung mit dem Kreditinstitut, damit Ihr Versicherungsschutz nahtlos bestehen bleibt.

Gerade weil sich Risiken und Tarifbedingungen stetig verändern, lohnt es sich, den eigenen Vertrag regelmäßig auf Aktualität zu prüfen. Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Versicherungsschutz optimal auf Ihre Immobilie und Ihre persönliche Situation abzustimmen – transparent, unabhängig und mit Blick auf das Wichtigste: Ihre Sicherheit.

Fazit: Wer regelmäßig prüft, ist besser geschützt

Eine Wohngebäudeversicherung ist kein Vertrag, den man einmal abschließt und dann vergisst. Gebäude, Technik und Umwelt verändern sich und mit ihnen die Risiken. Wer seinen Versicherungsschutz regelmäßig überprüft und anpasst, sorgt dafür, dass die Absicherung zum tatsächlichen Wert und Risiko des Hauses passt.

Unser Tipp: Überprüfen Sie Ihre bestehende Wohngebäudeversicherung am besten alle zwei bis drei Jahre oder bei größeren Veränderungen an Ihrer Immobilie. So vermeiden Sie Deckungslücken und sichern Ihr Zuhause dauerhaft gegen alle relevanten Gefahren ab.

 

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